
Eine große Mehrheit der Nutzer von sozialen Netzwerken passt Privatsphäreeinstellungen aktiv an, trotzdem werden von zwei Dritteln noch mehr Aufklärung gefordert.
Bereits acht von zehn Nutzern sozialer Netzwerke passen das Datenschutz-Niveau individuell an. Das ergibt eine neue repräsentative Studie im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM, bei der mehr als 1.000 Internetnutzer befragt wurden. So haben 77 Prozent der Community-Mitglieder die Einstellungen zur Privatsphäre ihres meist genutzten Netzwerks aktiv verändert. Weitere 9 Prozent haben die Standard-Einstellungen bewusst übernommen. Lediglich 11 Prozent haben sich mit den entsprechenden Möglichkeiten nicht auseinandergesetzt. „Die große Mehrheit der Community-Mitglieder setzt sich inzwischen aktiv mit dem Thema Datenschutz auseinander“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Diskussionen der letzten Monate und die Aufklärungsmaßnahmen der Community-Betreiber haben offenkundig Wirkung gezeigt.“ Weiterlesen







40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergab. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. „Soziale Netzwerke haben sich in kürzester Zeit von einem Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt“, kommentiert Achim Berg, Vizepräsident des BITKOM, die neuen Zahlen. „Halb Deutschland ist Mitglied in sozialen Netzwerken.“
Morgen am 28. Januar ist Data Privacy Day. Er wurde 1981 vom Europarat ins Leben gerufen und wird heute von 29 Ländern und Dutzenden von Firmen und Organisationen auf der ganzen Welt unterstützt. Zentrales Ziel des Internationalen Tages des Datenschutzes ist es, das Bewusstsein der User im Umgang mit ihren persönlichen Daten zu schärfen. Das zur Zeit auf verschiedenen Ebenen heftig – und oftmals populistisch – diskutierte Thema “Persönlichkeitsschutz und Datenrecht im Internet” hat die Online-Personensuchmaschine www.123people.com zu einer Umfrage unter seinen 45 Mio. Usern veranlasst. Erste Ergebnisse der Studie zeigen überraschende Ergebnisse: Über 70 Prozent der Befragten sehen ihre Privatsphäre durch das Internet gefährdet. Gleichzeitig fordern User aber nicht mehr Gesetze zum Schutz ihrer Online-Privatsphäre, sondern sind sich ihrer Selbstverantwortung durchaus bewusst.