Märchen aus dem Social Web: Dank Blog, Facebook, Twitter & Co. vor der Insolvenz gerettet

Legendenbildung um den Saftblog der Kelterei Walther - ein erfolgreiches Marketinginstrument, aber kein Retter vor der Pleite

Dank Social Media vor der Insolvenz gerettet: Solche Geschichten haben gerade Hochkonjunktur. In der Branche kursierte lange Zeit das Märchen von der kleinen ostdeutschen Obstkelterei, die ohne das Web 2.0 gar nicht mehr existieren würde. Eine namhafte Fachzeitschrift widmete dem Fall eine ganze Seite und titelte „Mit Facebook Pleite verhindert“. Bis es dem Unternehmen selbst zu viel wurde. Ende Juli bloggte sich Geschäftsführerin Kirstin Walther den Ärger von der Seele: „Falls Ihr irgendwo mal gelesen habt, dass Social Media oder das Bloggen oder das Facebooken uns vor der Pleite gerettet hätten – ES STIMMT NICHT!“ Weiterlesen

Twitter, die Party-Analogie und das Glück, dass es Dita von Teese gibt

twitterditavonteese1417 Millionen Treffer listet die Suchmaschine Google zum Begriff „Twitter“ auf. Mit solch einem Google-Bezug im Einstieg versuchen Journalisten mit ungesundem Web-Halbwissen oftmals bei ihren unbedarften Lesern zu punkten. Da weder die Autoren des media-TREFF.de noch seine Leser in diese Kategorie fallen, nähern wir uns dem Thema Twitter von einer anderen Seite. Man könnte glauben, dass in letzter Zeit alles und vor allem genug zum Thema Twitter geschrieben wurde, dennoch wurde ich von einer guten Freundin gefragt, was dieses Twitter eigentlich sei.

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Obamania im deutschen Schrebergarten: Yes we can alles – außer kreativ

yes_we_can_obama.gifGibt es im Zeitalter von YouTube und Sevenload eigentlich noch die Fernsehsendung „Die witzigsten Werbespots der Welt“? An diesem Format waren jedenfalls zwei Dinge bezeichnend: Erstens, das Programm wurde von einer Stimmungskanone und Moderatorenlegende namens Fritz Egner moderiert und zweitens: Man musste über den Tellerrand deutscher Clips hinausblicken, um auf etwas Unterhaltsames zu stoßen. Ob es daran liegen mag, dass – Klischeemodus on – die Deutschen gerne zum Lachen in den Keller gehen – Klischeemodus off, eines steht jedenfalls fest: In vielen Bereichen wird lieber plagiiert, als auf das eigene Können zu vertrauen. Weiterlesen

Die Finanzkrise, die Angst vor der Blase 2.0, und warum Panik völlig fehl am Platz ist

gespenstbubble20.jpgEin Gespenst geht um in Deutschland – das Gespenst der Blase 2.0. Im Gleichschritt mit den Meldungen zur Finanzkrise in den USA häufen sich die Nachrichten, die ein düsteres Bild von der Konjunktur in der Medien- und Onlinebranche zeichnen: Die FAZ verhängt einen Einstellungsstopp, der Bundesverband Digitale Wirtschaft korrigiert seine Wachstumsprognosen nach unten, und so mancher Risikokapitalgeber dreht den Geldhahn zu. Aber bevor Sie überlegen, was Sie zur nächsten Pink-Slip-Party anziehen könnten, sollten Sie kurz inne halten, einen festen Blick auf Ihr Xing-Profil werfen und sich laut und deutlich sagen: “So schlimm wird’s schon nicht kommen!” Schließlich gibt es gute Gründe dafür, dass es nicht so schlimm kommen wird. Weiterlesen

Obama, die OMD und die Omnipräsenz des OVK

obama_omd_ovk.jpgObama und die OMD – ein solcher Zusammenhang kann eigentlich nur einem suchmaschinengerechten Texten geschuldet sein, mag sich der geneigte Leser denken. Klar, die Nominierungsparteitage von Demokraten und Republikanern, kurzum der amerikanische Wahlkampf schwappt nach Europa über. Und ginge es nach dem „alten Europa“, dann stünde der Sieger bereits fest. Und genau diese Beliebtheit Obamas ist es, die die Marketingstrategen auf den Zug springen lässt.

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Sebastian Turner, der Herrenwitz der 70er Jahre, und warum nicht alles schmeckt, was auf der Speisekarte steht

pcutele.jpgWas in der Politik je nach Blickwinkel mit Spannung oder Sorge erwartet wird, fehlt in der Medienbranche völlig: Das Sommertheater. Wenn sich die Spitzen aus Partei und Fraktion in die Sommerfrische verabschiedet haben, dauert es nicht mehr allzu lang, bis ein Hinterbänkler gnädig ist, damit die Gazetten das Sommerloch füllen können – ein Ortsverband einer Partei tut’s manchmal auch.

Warum gibt es das Sommertheater eigentlich nicht in der Medienbranche? Ganz klar: In der freien Wirtschaft muss man die Klappe halten mit Rundumschlägen Maß halten, sonst ist der Job, der Kunde oder beides ganz schnell weg. Und zweitens ist diese sonst häufig selbstreferenziell agierende Szene ja stark damit beschäftigt, das Sommerloch mit den Eskapaden anderer zu füllen.

Wenige können und wollen sich diesen Maulkorb nicht verordnen (lassen). Einer von ihnen, Sebastian Turner, hat kürzlich ordentlich vom Leder gezogen. Weiterlesen

Der Tod der Printmedien, Dr. Kawashima und der demographische Wandel

In dieser Woche verabschiedete sich das Onlinemarketingforum (OMF) in die Sommerpause. Neben den üblichen Verdächtigen , die zu den Themen Suchmaschinen-, Affiliate-, Performance-, Undsoweiterundsofort-Marketing referiert haben, gab es eine interessante Keynote von Joachim Graf, Zukunftsforscher und Verleger.

Unter anderem stellte er die Thesen auf, dass das Thema „Zielgruppe“ als Strategie künftig ausgedient haben dürfte – Stichwort: Atomisierung, und dass die Kunden verstärkt auf die Produktgestaltung einwirken würden, die Unternehmen also quasi ihre Produkthoheit verlören.

Dass seine Thesen im Consumer-Bereich teilweise bereits jetzt zutreffen, hat er mit einigen Beispielen veranschaulicht. Für die B2B-Kommunikation gelten häufig, aber nicht immer andere Regeln. Weiterlesen

Lach- und Sachgeschichten aus dem Web 2.0

statusmeldung-bingo.jpgDie Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt und die Freiberufler haben volle Auftragsbücher. Man muss auch “jönne könne”, denke ich mir als Rheinländer, wenn ich die positiven Statusmeldungen meiner Kontakte in Xing lese: Ludwig freut sich über neue Projektanfragen, Charlotte freut sich auch über neue Projektanfragen und Richard freut sich sowieso immer, denn der ist auch Rheinländer.

Stutzig macht mich allerdings, dass bei allen Friede, Freude, Eierkuchen auf dem Bildschirmschoner steht, bis es bei mir “Klick” macht: Die haben gar keine vollen Auftragsbücher – jedenfalls sind noch ein paar Seiten im Moleskine frei.

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Messbarer Werbeerfolg im Print
steht mittels RFID unmittelbar bevor

RFID_messbarerWerbeerfolg_PRINT.jpgEine effektive Print-Online-Verknüpfung ist der Traum vieler Publisher und Werber – eine kleine Hürde besteht allerdings: Der Zeitschriftenleser legt bei interessanten Beiträgen sein Heft nicht weg, um den Rechner zu starten und ins Internet zu gehen. Das Problem „Medienbruch“ könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Das Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie (IDMT) in Ilmenau arbeitet an einem Projekt, in dem mittels RFID-Technologie eine sinnvolle Print-Online-Verknüpfung realisiert werden kann.

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Digitale Reputation:
Karneval im Zeitalter von Xing und StudiVZ heil überstehen

fasching.jpgAlle Jahre wieder gibt es die gleichen Rituale: Naht die fünfte Jahreszeit, gibt es jede Menge Ratschläge, wie die tollen Tage ohne größere Blessuren zu überstehen sind.

Während vor den obligatorischen Weihnachtsfeiern zum Jahresende regelmäßig vor alkoholischen Exzessen und Vorbeibenimm auf dem Betriebsfest gewarnt wird, beschränken sich die Ratgeber an Fasching und Karneval vielfach auf die physiologische Schadensbegrenzung.

Selbst die sonst auf politische Korrektheit achtenden Gesundheitsapostel der „Deutschen Gesellschaft für Ernährungsberatung“ konzentrieren sich auf die Nachsorge: Viel Wasser zwischendurch trinken, eine gute Grundlage schaffen und am nächsten Morgen ein salziges Essen getreu dem Motto: „Immer an die Elektrolyte denken!“

Einheimischen und Rheinländern auf Zeit gibt media-TREFF ein paar Tipps, damit das Social Networking unter Jecken nicht nach hinten losgeht. Weiterlesen