Linkmanagement gilt im Moment als das Instrument für die Suchmaschinenoptimierung mit besonders großen Erfolgsaussichten. Gleichzeitig lauern auch genügend Fallstricke, die dem optimalen Einsatz dieser SEO-Disziplin gegenüberstehen und im schlimmsten Fall einer Website mehr Schaden als Nutzen zufügen. Grundsätzlich gilt: Qualität und Themenrelevanz von Backlinks sind für Suchdienste wichtiger als die Quantität eingehender Links. Linkmanagement wird häufig gleichgesetzt mit der Miete oder dem Kauf von Links, die auf die eigene Seite verweisen.
“Das ist jedoch nur eine Möglichkeit der Offpage-Optimierung – und eine gefährliche noch dazu”, warnt Christian Mauer, Geschäftsführer der Kölner SUMO GmbH. Anbieter, die gegen Bezahlung Verlinkungen offerieren, sind nicht schwer zu finden, und inzwischen nutzen viele Optimierer diese Methode für schnelle Erfolge.
Doch das widerspricht klar den Vorgaben von Google: “Der Ankauf oder Verkauf von Links, die Page-Ranks weitergeben, ist ein Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google, der sich negativ auf das Ranking einer Website in den Suchergebnissen auswirken kann”, so der Hinweis von Google unter www.google.com/support/webmasters.
“Google spürt aktiv solchen Linknetzwerken nach und bestraft diese. In der Folge können sie keine Linkpopulariät mehr vererben und sind für die Kunden nutzlos. Das in solche Links investierte Geld verpufft wirkungslos”, beschreibt Mauer. In einigen Fällen hat Google auch die Linkkäufer abgestraft und als “Warnung” deren Page-Rank herabgesetzt. Das hat in der Regel noch keine großen Auswirkungen auf die Auffindbarkeit in Google. Doch bei groben und langwierigen Verstößen scheut Google nicht davor zurück, so manipulierte Seiten aus dem Index zu verbannen.
Gekaufte Links haben einen weiteren Nachteil: Sie stehen nur solange in Diensten des Unternehmens, solange dafür Geld bezahlt wird. Bei Ende der Zusammenarbeit mit dem Dienstleister oder dem Linknetzwerk sind auch die Links weg.
Nachhaltige Linkmanagement-Strategie
Wer das ganze Offpage-Potenzial seiner Website nutzen will, der sollte auf Linkkäufe verzichten und eine Strategie entwickeln, die auf Nachhaltigkeit und die individuelle Stärke einer Seite setzt, so der Rat von SUMO. “Zwei gute und passende Links von relevanten Seiten können für das Ranking wertvoller sein als zwei Dutzend gekaufte Links”, verdeutlicht Mauer.
Festlegung der Linkmanagement-Strategie
Dazu gehört die Analyse der bestehenden externen Verlinkungen. Dabei geht es um die Identifikation von Schwachstellen und das Aufzeigen von Verbesserungsansätzen. Mithilfe von Tools sollte eine Untersuchung der Backlinks im Hinblick auf alle relevanten Indikatoren stattfinden. In der Optimierungsstrategie wird dann festgelegt, welche Quellen geeignet sind, um zusätzliche Verlinkungen zu erhalten, und wie mögliche Linkgeber am besten angesprochen werden sollten. Neben dem Aufbau neuer Links gehören dazu auch Maßnahmen im Bereich Social Media. Durch den Aufbau eigener Online-Angebote wie Weblogs, redaktionelle Inhalte oder Widgets können Unternehmen ihre externe Verlinkung nachhaltig steigern und somit bessere Rankings erreichen.
Weiterführende Links:
- Seminar für professionelles Online Marketing im B2B Zum Artikel
- Zukunft der Online-Kommunikation auf dem B2B-Marketingkongress: Quo vadis B2B-Web 2.0 Zum Artikel
- Seminar: Integration webbasierter Kommunikationsinstrumente in der B2B-Kommunikation Zum Artikel

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