Das Werbeorakel zu Podcasting

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“Willkommen beim Werbeorakel. Es gibt Auskunft über die Zukunft der Werbung und Kommunikation” – mit diesen Worten wird jeder Besucher des Werbeorakels aufgefordert eine Frage zu stellen.

Und jeder, der dort seine Frage zu Werbung und Marketing eintippt, erhält eine maßgeschneiderte persönliche Antwort sowie weitere Informationen über verschiedene Zukunftsthemen im Marketing.

Alle gestellten Fragen und die Antworten des Werbeorakels veröffentlichen wir hier auf media-TREFF.de

Heute zu Podcasting:

Was ist unter Podcasting zu verstehen?
Podcast ist ein Kunstwort aus “iPod” und “broadcast” (engl.: Rundfunk) und bezeichnet keine neue Technologie, sondern regelmäßige audiovisuelle Beiträge, die digital produziert werden, über das Internet abonniert und auf dem Rechner bzw. einem mobilen Endgerätgehört und gesehen werden können. Im Gegensatz zu Radio- und Fernsehsendungen müssen Podcasts nicht mehr zu einer bestimmten Zeit konsumiert werden. Mit der heute zur Verfügung stehenden Technik können auch Privatleute ihre eigenen Podcasts produzieren und ins Netz stellen. So ist einer der bekanntesten privaten Podcasts “Schlaflos in München” von Annik Rubens gewesen, die inzwischen aus ihrem Hobby eine Profession gemacht hat und für Bayern 3 arbeitet. Doch auch Unternehmen haben das Podcasting für sich entdeckt und stellen Audiobeiträge auf ihren Webseiten bzw. im Intranet zur Verfügung. Die Bandbreite reicht von IAA-Messeberichten der Firma BMW über nützliche Tipps und Informationen rund um den Versicherungsschutz der Provencial Versicherung bis hin zu Beiträgen im Rahmen der betrieblichen Weiterbildung. Für die Unternehmen besteht der große Vorteil in den relativ geringen Kosten für die Produktion und der Möglichkeit, eine technik-affine Zielgruppe über einen anderen Kanal anzusprechen. Mehr Informationen hierzu u. a. bei www.podcast.de, www.podster.de oder www.podcampus.de.

Führt der Durchbruch von Podcasting dazu, dass es eine überschaubare Zahl von Content-Anbietern geben wird?
Da jeder ganz einfach selbst Podcasts produzieren kann, wird es hier im Gegenteil eher eine Welle von User Generated Content geben, die nicht leicht zu durchschauen ist. Die Medien werden versuchen, den kostenlosen Audio-Content für ihre Zwecke zu nutzen, aber nach und nach wird sich auch hier Qualität durchsetzen. Die User werden nur professionell gestaltete Podcasts akzeptieren und so werden die Radiostationen ihre Hörer langfristig nicht an private Anbieter verlieren. Unternehmen sollten ebenfalls auf qualitativ hochwertig produzierte Podcasts setzen, da sonst schnell die Reputation leiden könnte. Außerdem wird es einige Experten-Podcasts geben, bei denen es vornehmlich auf die Inhalte ankommt und die Form der Darbietung eher nebensächlich ist.

Welche Rolle wird Podcasting im Bereich des Wissensmanagements einnehmen?
Mit Podcasts haben Unternehmen die Möglichkeit, ihr Management und ihren Vertrieb schnell und Unabhängig vom jeweiligen Aufenthaltsort auf dem Laufenden zu halten. Ein Podcast – abonniert über RSS-Feed kann schnell herunter geladen und über den MP3-Player an jedem beliebigen Ort konsumiert werden. So nutzen die Mitarbeiter die Wartezeit am Flughafen effektiv und sind immer gut informiert. Hinzu kommt, dass Audiodateien einfacher zu konsumieren sind als umfangreiche Power-Point-Dateien. Podcasts eignen sich auch für die Weitergabe von Wissen. An vielen Universitäten gehören Podcasts der Vorlesungen deshalb bereits zum Standard.

Welche Rolle spielt Podcasting im Marketing?
Podcasts können – richtig eingesetzt – vor allem zur Markenbekanntheit und zur Imageförderung beitragen. Nicht umsonst stellen alle renommierten Rundfunksender ausgewählte Sendungen als Podcast zur Verfügung. Die Hörerschaft steigt, weil der Konsum unabhängig von Zeit und Ort stattfinden kann. Einen anderen Ansatz verfolgt eBay: Dort gibt es Audio- und Video-Podcasts, die sich mit Themen rund ums Kaufen und Verkaufen beschäftigen. Und die Krankenkassen haben Podcasts mit aktuellen Gesundheitstipps für sich entdeckt. Autohersteller bieten schon mal Hörbücher junger Autoren als Podcast an, um so ihr Image zu steigern. Die Möglichkeiten, Podcasts in den Marketing-Mix zu integrieren sind also vielfältig. Wichtig ist, dass das Format zum Unternehmen passt und dass die Beiträge interessant genug und von hoher Qualität sind, um gegen die riesige Konkurrenz bestehen zu können.

Gehört Podcasting zu Web 2.0?
Web 2.0 wird häufig auch als „Mitmach-Web“ bezeichnet. Und wenn man sich die Fülle der privaten Podcasts ansieht, wird deutlich, dass beim Podcasting im Audio-Bereich genau das gleiche passiert wie in Weblogs im Vergleich zur Zeitung. Die Medien werden nicht mehr länger von Journalisten alleine betreut und gefüllt. Immer mehr „Citizen Journalists“ nutzen die Möglichkeiten, sich einzubringen und ihre Meinung öffentlich zu machen. Deshalb gehört Podcasting auch ganz klar zu Web 2.0.

Wie findet man die aktuellen Podcasts?
Die meisten Podcasts erscheinen regelmäßig und Sie können diese über ihren Podcatcher (z.B. iTunes) abonnieren. Bei jeder Aktualisierung, die von Ihnen angestoßen wird, sucht der Podcatcher automatisch nach neuen Podcast-Folgen und lädt diese gleich auf Ihren Rechner. Um Podcasts zu neuen Themen zu finden, können Sie sich einer Spezialsuchmaschine wie PodRazor oder AllPodcasts.com bedienen. Diese haben sich auf das Indizieren von Podcasts spezialisiert. Aber auch Yahoo erleichtert unter podcasts.yahoo.com das Auffinden von Podcasts im World Wide Web.

Wird sich Podcasting als eigenständiges Medium etablieren?
Welche inhaltlichen Formate bieten sich für Podcasts an? Audio- und Video-Podcasts haben einen großen Vorteil: sie können unabhängig von Zeit und Ort konsumiert werden. Bereits jetzt “abonnieren” viele User ihre Lieblingssendungen über iTunes. So kann man am Sonntag einen Ausflug machen und verpasst dennoch micht das Medienmagazin von Bayern 5. Und wenn die Verpackung im iPod so trendy ist, kann man auch den Nachwuchs dazu bringen, “Wissen macht AH…” anzuschauen und noch etwas zu lernen. Gerade für etablierte Anbieter eröffnet sich also zusätzliches Publikum. Inhaltlich bieten sich unterschiedlichste Themen und Formate für Podcasts an. Die bereits genannten Sendungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben sich ihren Platz schon erobert. Unternehmen können von wichtigen Veranstaltungen (Messen, Hauptversammlung etc.) berichten oder Fachinformationen weitergeben. Gut gefallen mir beispielsweise die Gesundheitstipps verschiedener Krankenkassen. In der internen Kommunikation kann den Mitarbeitern Wissen zur Verfügung gestellt werden, etwa beim täglichen Englischkurs. Viele weitere Themen sind durchaus denkbar.
muss man dabei pod rauchen?

Was brauche ich um selbst einen guten Podcast zu starten (außer Mirkophon und Co.) – welche freien Programme nimmt man zum Schneiden ?
Podcasting ist inzwischen eine Wissenschaft für sich geworden. Als Einstieg finde ich die Seite wiki.podcast.de sehr hilfreich. Hier gibt es beispielsweise eine Liste mit Anbietern gemafreier Musik und auch rechtliche Hinweise zum Podcasten. Eine ansehnliche Community mit vielen guten Tipps gibt es auch bei Podster. Einen eigenen Blog zum Thema schreibt Michael W. Geoghegan – leider nur in Englisch. Als weitere Alternative kann man sich auch Podcastclub e.V. anschließen.

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2 Gedanken zu “Das Werbeorakel zu Podcasting

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