AUMA_MesseTrend 2008 :
Messen sind fester Bestandteil der B2B-Kommunikation

Deutschland gilt nach wie vor als Messeland Nr. 1 in der Welt, schließlich finden hier über zwei Drittel der Leitmessen statt. Die Bedeutung des Kommunikationsinstruments Messe für den B2B-Bereich ist enorm. Auch die Umfrageergebnisse des aktuellen AUMA_MesseTrend 2008 spiegeln dies deutlich wieder:

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Die jährlich stattfindende repräsentative Befragung deutscher Aussteller (Basis: 500 Marketingentscheider) durch TNS-Emnid im Auftrag des AUMA_Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft macht u.a. deutlich, dass auch im Zeitalter der Online-Medien die direkte, persönliche Kommunikation offensichtlich noch an Bedeutung gewinnt. Messen sind eben ‚real life’.

Messebeteiligung im Inland und Ausland
Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Anzahl der Messebeteiligungen in Deutschland und im Ausland auf einem stabilen Niveau bleiben. Demnach planen die Unternehmen, sich im Durchschnitt in den Jahren 2008/09 an zehn Messen im In- und Ausland zu beteiligen. Im Mittel sind 43% der deutschen ausstellenden Unternehmen auch im Ausland auf Messen präsent. Allerdings sind größere Unternehmen stärker international vertreten als der Klein- und Mittelstand. Europa bildet den Schwerpunkt bei den ausländischen Beteiligungen.

Der Blick aufs Messebudget
In den kommenden beiden Jahren (2008/09) sollen die Budgets in den Unternehmen um rund 6% steigen. Durchschnittlich wird dann ein Unternehmen in diesem Zeitraum für Standmiete, Standbau, Personal inkl. Reisekosten, Transport und Kommunikation 399.200.- Euro ausgeben. Da die Anzahl der Beteiligungen in etwa konstant bleibt, gehen die Initiatoren der Befragung davon aus, dass sich die Budgetsteigerung in der Qualität der Messebeteiligungen (Standbau, Standgröße, Erhöhung der Messebeteiligungen) niederschlagen wird.

Von den befragten Entscheidern gaben 38% an, ihr Messebudget in 2008/09 zu steigen, nur 14% wollen reduzieren. Naturgemäß investieren große Unternehmen mehr in Messebeteiligungen. So geben rund ein Viertel der Firmen, die mehr als 50 Mio. € Umsatz machen mehr als 500.000 € in zwei Jahren für Messen aus. Bei den KMUs sind das gerade mal 4%. Rund eine Drittel der ausstellenden Unternehmen wollen bis zu 50.000 € in Messen investieren (Prognose 2008/09: 34%). Die Gründe für das Aufstocken des Budgets sind vielfältig: sie reichen von den wachsenden Messekosten, über die größere Standfläche oder steigende Zahl der Messebeteilungen bis hin zum Eintritt in neue Märkte. Die Reduzierung von Budgets orientiert sich an allgemeinen Sparmaßnahmen im Unternehmen bzw. einer geringeren Messepräsenz insgesamt.

Das Messebudget macht, wie bisher, auch in den kommenden beiden Jahren einen beträchtlichen Teil des Kommunikationsetats aus. Im Durchschnitt werden dabei 40% der Gelder eingeplant. Bislang konnte der AUMA keine Veränderungen (Umschichtungen) zugunsten anderer Marketinginstrumente feststellen. Ebenso wenig lässt sich eine Budgetentscheidung an der jeweiligen Konjunkturlage festmachen.

Messen im Marketing-Mix
Die Befragungsergebnisse zeigen die Messen auf dem ersten Platz innerhalb der Kommunikationsinstrumente. 82% beurteilen demnach Messen und Ausstellungen als wichtig oder sehr wichtig im Marketing-Mix ihres Unternehmens. Im Vergleich zum vergangenen Jahr bedeutet dies eine Steigerung um drei Prozentpunkte. Auf den folgenden Positionen schließen sich an: ‚Persönlicher Verkauf, Außendienst (77%)’ ‚Direct Mailing: Print, E-Mail, Prospekte…(55%)’, ‚Werbung in Fachzeitschriften (54%)’, ‚Public Relations (42%)’, ‚Events: Hausmessen, Roadshows etc. (39%)’, ‚Verkauf und Vertrieb über Internet (38%)’. Die Bedeutung der persönlichen Kommunikation unter den meistgenannten Kommunikationsinstrumenten ist deutlich erkennbar – ein Element auf das die B2B-Unternehmen ganz offensichtlich großen Wert legen. Dies, so die Initiatoren, passe auch dazu, dass die Werte für Marketing im Internet relativ gering bleiben.

Einschätzung der künftigen Bedeutung von Messen
Bezogen auf den Zeithorizont der nächsten fünf Jahre erwarten 85% der Unternehmen, dass Messebeteiligungen dieselbe Bedeutung im Marketing-Mix haben wie heute oder sogar an Bedeutung gewinnen werden. Gerade Investitionsgüterhersteller rechnen mit einer höheren Bedeutung.

Mehr zur Untersuchung ‚AUMA_MesseTrend 2008′ und ihren Ergebnissen gibt es nachzulesen in: AUMA_ Edition Nr. 27. Kostenlos anzufordern über : info@auma.de

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2 Gedanken zu “AUMA_MesseTrend 2008 :
Messen sind fester Bestandteil der B2B-Kommunikation

  1. Wie überraschend, dass der Messe-Verband die Messe hochlobt. Fakt ist: Die Kosten per Lead sind bei Messen unverhältnismäßig hoch. Wer bei wachem Verstand und unter Einbeziehung aller anderen Kostenfaktoren (Personal, Vorbereitung, Nachbereitung!) die Messe mit allen anderen Mediaformen vergleicht, der kann nur Firmen wie beispielsweise Apple folgen, für die das Instrument der klassischen Messe keine Rolle mehr spielt. Gerade die Großmesse ist ja eine sehr deutsche Erfindung, in anderen Ländern gibt es sie ja nicht und vielleicht kann man sogar soweit gehen, dass sie ein Anachronismus ist. P.S. Unsinn ist es natürlich, wenn die AUMA persönliche Beziehungen mit Messen gleichsetzt. Persönliche Beziehungen kann man schließlich überall knüpfen. Und das günstiger.

  2. Der Auma Messentrend bestätigt alle Erfahrungen der KMU: Messen sind ein sehr wichtiger Trefffpunkt, oder wie man NEUDEUTSCH sagt – netzwerke festigen und knüpfen. Die kleinen Fach-Messen spielen für den Mittestand eine gewichtige Rolle. National und International. Vor/Nachbereitung sind schon immer wichtige Bestandteile im Mittelstand gewesen, ob auf der Messe/Hausmesse oder mit allen anderen Kontakten. Dem Eintrag vom 25.02.2008 über die Hausmesse für die Kommunikationsarbeit kann ich nur zustimmen. Es “menschelt” im Mittelstand, und wir müssen alle Kommunikationswege miteinander verbinden.

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