Das Werbeorakel zu Mash-Up

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“Willkommen beim Werbeorakel. Es gibt Auskunft über die Zukunft der Werbung und Kommunikation” – mit diesen Worten wird jeder Besucher des Werbeorakels aufgefordert eine Frage zu stellen.

Und jeder, der dort seine Frage zu Werbung und Marketing eintippt, erhält eine maßgeschneiderte persönliche Antwort sowie weitere Informationen über verschiedene Zukunftsthemen im Marketing.

Alle gestellten Fragen und die Antworten des Werbeorakels veröffentlichen wir hier auf media-TREFF.de

Heute zu Mash-Up:

Was ist unter Mash-Up zu verstehen?
Der Begriff “Mash-up” kommt eigentlich aus der Musikszene, wurde Ende der 90er-Jahre geprägt und beschreibt ein Remixphänomen, bei dem eine Musikcollage aus Stücken von zwei oder mehr Interpreten zusammengemischt werden. Analog dazu beschreibt der Begriff im Zusammenhang mit Web 2.0 bzw. Internet-Themen einen Trend, bei dem Internet-Nutzer sich verschiedener, frei verfügbarer Content-Module bedienen und diese miteinander kombinieren bzw. in ihre Website/ihren Blog o. ä. einbauen. Entsprechende Module (wie z. B. Wetter-/Musik-/Finanz-Widgets oder Geo-Applikationen) werden der Internetgemeinde von Marken/Contentproduzenten kostenlos bereit gestellt. Die Anbieter liefern also Bausteine für User, die sich ihre Seite selbst zusammenstellen wollen, sich das Beste des Internets aus unterschiedlichen Quellen selbst kombinieren. Ein bekanntes Beispiel für ein Mash-up-Modul ist Google Maps. Google Maps erlaubt die unterschiedliche Darstellung von Regionen und die Verknüpfung von Geodaten mit anderen Datenquellen (z. B. Immobiliendaten). Wer sich z. B. für eine Wohnung interessiert, kann sich die Umgebung, die Einkaufsmöglichkeiten und die Infrastruktur bereits auf Google-Maps ansehen. Oder man kann sich die Mietpreise in der Umgebung anzeigen lassen.

Sollte jedes Unternehmen Mash-up-Lösungen für seine Zielgruppen entwickeln?
Prinzipiell lässt sich sagen:
1. Es macht auf jeden Fall Sinn, Mash-up-Schnittstellen vorzusehen, wenn der angebotene Content permanent aktualisiert wird und informativen Charakter besitzt (wie z. B. bei Newsangeboten oder Datendiensten wie einer Wetterauskunft). Denn so kann man die Reichweite seines Dienstes erheblich vergrößern.
2. Darüber hinaus sollte jedes Unternehmen prüfen, ob man den eigenen Dienst bzw. die eigene Seite nicht durch Mash-ups (wie z. B. eine Visualisierung eigener Daten mit Google Maps) aufwerten kann. – Also: Ja, Mash-ups können für jede Zielgruppe interessant sein. Deshalb bietet es sich auf jeden Fall an, sich diesem Thema zu widmen.

Wird sich das Mash-up-Prinzip aus dem technischen Bereich heraus auf Marken, Produkte und Anwendungen ausweiten?
Was bei Musikstücken funktioniert und sich Stück für Stück auch für Anwendungen auf Webseiten durchsetzt, könnte auch auf andere Bereiche Anwendung finden. Beispiele gibt es bereits vereinzelt. Im Rahmen einer Markendehnung auf Unternehmensfremde Produkte kann eine Kooperation für beide beteiligten Unternehmen durchaus fruchtbar sein. So bietet Lufthansa in Zusammenarbeit mit Visa eine Kreditkarte an. Willi Schroll und Ben Rodenhäuser vom Trendforschungsinstitut Z_Punkt identifizieren in ihrem Web 2.0 Report Zukunftsmärkte als Schnittstellenmärkte. Getreu dem Motto Mash up your Business kann man gespannt sein, welche Entwicklungen in den nächsten Jahren auf uns zukommen.

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