Medienvielfalt braucht Ideen

medienvielfalt.jpgDer Hinweis auf die Veränderung in der Kommunikation – natürlich auch im Business-to-Business-Bereich – begleitet uns ständig. Die Kennzeichen: Neue Technologien und ihre abgeleiteten Anwendungen, zusätzliche Medienkanäle sowie ein verändertes Informationsverhalten der Marktteilnehmer. Die Währung ‚Aufmerksamkeit’ der (potenziellen) Kunden ist zudem als ebenso endlich erkannt wie ihre Zeit. Für die Verantwortlichen aus Werbung und Marketing eine nicht unbedingt angenehme Situation.

Ob Onlineplattformen, Podcast, Blog, mobile-Marketing u.ä., die Zahl der Medienkanäle wächst und bietet Möglichkeiten – wenigstens theoretisch – immer treffsicherer die eigenen Zielgruppen bzw. den einzelnen Zielkunden ohne Streuverlust zu erreichen. Ein Wunsch, der die Kommunikationsverantwortlichen schon immer umtreibt und der, gerade auf Tagungen und Kongressen schon Realität scheint – zumindest in technischer Hinsicht.

Gelegentlich entsteht aber auch der Eindruck, als geraten die zu transportierenden Inhalte und die Botschaften vor dem Hintergrund der Medienvielfalt ein wenig ins Hintertreffen. Letztendlich sind sie es, die den Grundstein für die spätere (Werbe-)Wirkung legen. Hier sind Ideen und Kreativität gefordert. Ideen, die tragfähig über alle Medienkanäle hinweg umsetzbar sind und damit einen Qualitätanspruch par excellence einfordern. Damit stellt sich dann auch die Frage, ob der Kosten- und Zeitwettbewerb, dem Kommunikationsverantwortliche unterliegen, nicht öfters mal zulasten der Vielfalt dieser Ideen und der notwendigen Kreativität geht. Die tägliche Praxis zeigt ihr eigenes Bild.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand sind es die neuen und auch polarisierenden Ideen, die in den Köpfen der Menschen Erinnerung und Veränderung bewirken. Es sind die emotionalen Elemente, die sich im Wust der Werbebotschaften abheben und rasch den Weg ins Bewußtsein finden. Diese Art der Kommunikationsarbeit fordert aber auch den Mut und das Wagnis bei Management und Marketingverantwortlichen ungewöhnliche Kampagnen zu fahren. Sie fordert zudem die Bereitschaft, mögliche Diskussionen darüber mit Kunden oder Vorgesetzen nicht zu scheuen. Die (Medien-)Form darf den Inhalt nicht dominieren, schließlich ist „die Idee die Seele der Werbung“, wie es David Ogilvy einmal so treffend formuliert haben soll.

Kommunikationsfachleute werden sich künftig sehr wahrscheinlich einer noch höheren Veränderungsdynamik gegenüber sehen. Gefordert wird von ihnen spätestens dann die Fähigkeit tragfähige Ideen für die vielfältigen neuen Möglichkeiten zu generieren, denn nur so können langfristig Kundenerwartungen erfüllt und Wettbewerbsverhältnisse sowie etablierte Geschäftsstrukturen verändert werden.

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2 Gedanken zu “Medienvielfalt braucht Ideen

  1. Es wird viel zu wenig veröffentlicht, welche Möglichkeiten Kommunikationsverantwortliche nutzen könnten. Man schaut über den eigenen Tellerrand zu B2C, ist aber nicht bereit gerade die Medienvielfalt auf das eigene Unternehmen zu übersetzen. Liegt es an den Verantwortlichen, den Eignern, oder an den Defiziten in der Ausbildung, das wird die Zukunft schnell zeigen. Die Weichenstellung D-A-CH kann jetzt folgen!

  2. Für Aufmerksamkeit braucht es Zeit und die Zeit zu nehmen braucht es Geduld und eine gute Portion Gelassenheit. Nicht immer alles im Galopp erledigen. Ideen brauchen manchmal Zeit zu reifen und Zeit zum etablieren. Aber die meisten Kommunikationsmanager wissen um das Problem, sind aber nicht bereit dies sorgfältig zu lösen. Sorgfalt im eigenen Haus der Unternehmen würde so manche investierte Summer als ROI wiedersehen, wenn man erst denken und dann handeln würde. Schnell sollte man sein in der zukünftigen Planung der Mittel und Wege!

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