Media-Reichweite von Fachzeitschriften - Transparenz ist nicht immer erwünscht

Was würde geschehen, wenn Anzeigenkunden harte Daten zur Verfügung hätten? Würden sie vielleicht die Medialeistung einiger Fachzeitschriften in Frage stellen? Zumindest unangenehme Diskussionen könnte es geben, vielleicht sogar weniger Anzeigenschaltungen. Manche Verlage sehen es also lieber, wenn es keine Reichweitendaten gibt. Jetzt gibt es welche und die Branche befindet sich in Aufruhr.

Der im VDMA versammelte Teil der Kundschaft beschloss 2006, eine eigene Reichweitenanalyse durchzuführen. TNS Emnid nahm sich dieser Aufgabe an. Von September bis November 2006 erhob Emnid die Daten, seit Anfang 2007 liegt der Berichtsband der Reichweitenstudie Maschinenbau vor. Fokussiert wurden die WZ-Codes 29 (Maschinenbau) und 33 .1 (Herstellung von medizinischen Geräten und orthopädischen Erzeugnissen). Die institutionelle Grundgesamtheit umfasst 6.850 Unternehmen. Damit gibt es für das Segment des Maschinenbaus die seit Jahren geforderte Transparenz. Für manche Verlage aber sind die Ergebnisse unangenehm. Folglich bemühen sie sich, die VDMA Untersuchung im Markt zu entwerten. Interessant auch wie eine Presseagentur damit umgeht.

Einige Auswertungen dieser Studie stellen wir Ihnen für den Maschinenbau mit Fokus auf den MM Maschinenmarkt und für die Kostruktionspraxis gerne zur Verfügung. Die gesamte unabhängige Studie ist beim VDMA in Frankfurt zu beziehen.

Einen sehr interessanten Artikel gibt es übrigens in der aktuellen SVZ impresso 2/2007. “Schreck lass nach: Tranparenz in Fachverlagen - neue Reichweitenstudie scheucht auf”. Dieser zeigt auf, dass Transparenz in vielen Verlagen nicht immer willkommen ist.
Nicht-Mitglieder des Südwestdeutscher Zeitschriftenverleger-Verband e.V. können diesen einzelnen Artikel bei Interesse auch über mich beziehen.

Die unabhängig von Fachzeitschriften aufgesetzte VDMA Studie ist ein wertvoller Schritt in die richtige Richtung. Fachzeitschriften, die einen guten Job machen wünschen sich mehr solcher Schritte und scheuen sich auch nicht vor Transparenz.

Da eine Studie immer ihre Grenzen hat und einzelne Punkte immer auch diskussionswürdig sind, würde ich mich sehr freuen, wenn hier auf unserem Blog die Chance zur Diskussion über die Reichweitenanalyse 2006 genutzt wird.


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6 Kommentare

  1. Schade, dass die Chance zur Diskussion noch nicht genutzt wurde. Obwohl dieser Artikel bis jetzt schon verdammt of gelesen wurde. Vor allem auch von vielen Fachverlagen. Ist halt auch ein unbequemes Thema!

  2. Jan S. sagt:

    Hi Christian,
    Danke für den Tip. Ich suche momentan auch nach Mediadaten zu Fachzeitschriften (egal welche Branche). Hast Du einen Tip wo ich am besten anfangen könnte?
    Danke, Gruß, Jan

  3. …na klar:

    https://www.kunden.vogel.de/index.cfm?pid=1142

    Beste Grüße aus Würzburg

    Christian Schmitt

  4. Jan S. sagt:

    Super. Danke!

    Beste Grüße aus Düsseldorf,
    Jan Senderek

  5. Hallo,

    ich hätte gerne den Artikel “Schreck lass nach ….” - würde mir sehr helfen!

    Vielen Dank vorab!
    Sascha Schmidt

  6. Hallo Herr Schmidt. Ich schick Ihnen den Artikel im neuen Jahr zu. Beste Grüße. Christian Schmitt

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